WüstenZeiten

(Ein Artikel/Beitrag von Betti)

Heute nehm ich Euch mit auf einen Ausflug in die Wüste.
Wenn Ihr an die gängigen Wüstenvorstellungen denkt, was fällt Euch zu Wüste ein?
Oase?
Goldener, roter Sand?
Karawanen?
Hin und wieder eine Palme?

Vielleicht ein paar Kamele und vielleicht ein paar Schafe/Ziegen und Esel.
Und die Pessimisten unter uns sagen sicher so was wie „heiß“ und „Durst“.

Wir waren mal in Ägyptens Wüste und ich kann Euch eins sagen:
die Wüste dort ist wirklich sehr herunter gekürzt auf ganz wenig karges, ausgedörrtes Buschwerk,
wenig Sand und einen einzigen Baum, den ich bewußt wahrnahm,
um den wir zu gern mit unseren Quads ein paar Extrarunden gedreht hätten.
Das Meiste dort bestand aus einer Art Schotter, Schlaglöcher und tiefen Gräben.

Was hat die Wüste mit dem wohl bekanntesten Psalm der Bibel zu tun?
Dem Psalm 23.

Nun, es geht um Wüstenzeiten des Lebens.
Gehen wir die Verse doch mal einzeln durch:

Vers 1: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Als wir mit dem Quad durch die Wüste fuhren, durfte ich bei unserem Guide mitfahren. Ich lenkte, er sagte wohin. Falsche Entscheidung seinerseits. Ich nahm zielsicher jedes Schlagloch mit, malträtierte die Achsen und fuhr immer mit Bleifuß. Unser Guide fuhr täglich mit seinen Gästen in die Wüste, aber er kannte den Weg wohl nur grob, die Schlaglöcher konnte er mich nicht umgehen lassen.
Ein Hirte kennt den Weg durch die Wüste auch sehr gut, kennt die guten Stellen, an denen es seiner Herde gut geht. Und auch, wenn wir vor lauter steilen Berghängen, großen Steinen und tiefen Gräben den Weg nicht erkennen können, dürfen wir uns darauf verlassen, dass unser spezieller Hirte, Jesus, diesen Weg schon kennt. Er ist ihn schon so oft gegangen. Mit jedem von uns und einmal auch alleine. Mit all seinen Schlaglöchern und kniffligen Gräben.

Vers 2: Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Wenn ich früher diesen Psalm las, stellte ich mir die grüne Aue immer so vor wie die Wiesen in Deutschland. Saftig, sattgrün und eine große Wiese…
Nun, die Aue der Bibel dürfte eeeetwas anders ausgesehen haben. Staubig, steinig, wenig verdorrtes Buschwerk und vereinzelt mal was „Grünes“ für die überproportional große Ziegenherde, die vielen Schafe und das wandernde Kamelgrüppchen, das sich auch noch zu den Weidetieren gesellt haben mag.

Als wir damals in Ägypten mit unserem Guide im Nomadendorf ankamen, musste er uns beschämt gestehen, dass die zweite Flasche Cola ausgelaufen war und wir somit nur eine volle Flasche dabei hatten.
Unser himmlischer Guide dagegen ist immer perfekt vorbereitet, für Ihn gibt es keine Überraschungen, keine Proviantunfälle. Er weiß genau, was wir brauchen, zeigt uns, wo wir es finden und hält uns bestimmt kein minderwertiges Zuckerzeug bereit, sondern setzt auf echte Durststillung inmitten von heißen Durststrecken in unseren Wüstenzeiten. Sein Durstlöscher ist sogar effektiver als jedes „all you can drink“-Angebot einer schwedischen Möbelkette (;-)

Vers 3: Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens Willen.
Jesus, der den Anspruch erhebt, der einzige Weg zu Gott zu sein, wie es in Johannes 14,6 beschrieben wird, stellt uns seine Führungsqualitäten gerade in unseren Wüstenzeiten unter Beweis. Manchmal sehen wir sie nicht, weil uns große Steine und steile Sandhänge die Sicht versperren. Doch Er ist längst auf dem Bergkamm und überblickt die Weiten der Wüste, weiß, an welchem Fleck wir uns mit ihm befinden. Die großen Steine sehen für Ihn aus wie kleine Kieselsteine, echte Meilensteine, an denen er uns seine Macht beweisen wird, wenn wir zum Hören und Hinsehen bereit sind.

Und doch ist Jesus kein Bulldozer, der uns auch jaaaaa kein Steinchen zu viel auf dem Weg übrig lässt, nein, Er ist derjenige, in dessen Landkarte die Steine und Felsen auf unserem Weg eingezeichnet sind und Er weiß wie Er uns drum herum führen kann. Er weiß um jedes Schlagloch und nimmt uns auch mal aus Vorsicht das „Gas“, unsere Energie, weg – um zu verhindern, dass wir immer mit Vollgas in das nächste Schlagloch fahren. Wüstenzeiten sind halt auch manchmal Energie-Hunger-Zeiten. Zeiten, in denen man auch mal auf den kleinsten gemeinsamen Nenner herunter gekürzt wird. Auf diesem kleinsten gemeinsamen Nenner stehen weder die Vereine, noch die Gemeinde, noch die Freunde, noch die Familie, manchmal nicht mal mehr der Ehepartner oder die eigenen Kinder… manchmal steht auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner jeder für sich allein vor seinem Schöpfer.

Diese Zeit ist hart, sie ist schonungslos ehrlich und frei von Prahlerei, Stolz oder frommen Worten. Manchmal dauert sie ein wenig länger, manchmal dreht man extra ein paar ungewollte Runden mit Jesus, die einen sehr nerven können, insbesondere wenn man zu Ungeduld neigt und diese dumme Wüstenzeit gern für beendet erklären würde. Du glaubst, Du wirst nie fertig mit dieser Wüstenzeit? Du bist nicht allein, Dein Vater ist doch da. Und Papa geht mit!

Vers 4: Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn DU bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich.
Wenn ich diesen Vers lese, dann bemerke ich auf einmal, dass da „wanderte“ steht. Da steht nicht „raste“ oder „eilte“ wobei – nichts lieber als das, oder? Wenn man ganz schnell die Zeiten der Unsicherheit, der seelischen Dunkelheit, der beklemmenden Ängsten, den Problemen und erdrückender Trauer hinter sich lassen könnte. Wenn man die Hoffnung SEHEN würde, endlich Licht am Ende des Tunnels! Aber hier heißt es „wanderte“. Als Wanderprediger war Christus ein Profi im Wandern, der Entdecker der Langsamkeit. Aber muss das grad in unserer Wüstenzeit sein? Dieses lahme Schlendern durch Zeiten, die man lieber gestern als heute ad acta legen würde. Schnell weg von hier. Schnell abhaken, das wäre doch toll, das würde uns helfen! Oder?

„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal…“

Sowohl die King-James als auch die Schlachter-Bibel-Übersetzung schreibt „Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.“ Tod ist nicht gleich Tod. Tod kann der Verlust eines geliebten Menschen sein… aber eben auch eine Scheidung, der Verlust des langjährigen Arbeitsplatzes, die Privatinsolvenz, der Bankrott der eigenen Firma… oder ganz global gesprochen der Verlust der gewohnten Normalität aufgrund eines Virusses und den Gesundheitsverordnungen, ob es uns nu passt oder nicht. Das bringt Ängste mit sich… vor dem Alleinsein, vor der Zukunft, vor dem Fehlen unserer Gewohnheiten, unseres Lebensstandards, unseres gewohnten Alltags. Egal wieviele Runden im finsteren Tal Deiner Wüstenzeit Dir noch bevor stehen:
Jesus wandert mit Dir da durch. Er hält die ganze Zeit Deine Hand.
Und wenn Dir die Runde noch so lang vorkommt – Er geht mit.
Auch in die nächste und wenn es sein muss auch in die übernächste Runde, weil Er nicht möchte, dass Du zu sehr ab-driftest, Dich gänzlich in den Schatten des Todes verlierst und am Ende noch „blutige Knie“ bekommst. Jesus sagt dir ganz klar und unmissverständlich: Ja, es gibt diese Todesschatten in der Wüstenzeit. Aber wer muss Angst vor dem Schatten eines Hundes haben? Er wird nie beißen. Der Schatten eines Kriegers wird Dich nie verletzen. Der Schatten eines Schwertes wird Dich nie töten. Und für den Moment, in dem der Schattenwerfer vor Dir auftaucht, hat Jesus den Stecken und Stab schon gezückt. Die Worte an die Israeliten vor dem Roten Meer gelten auch heute, gelten auch für Dich:
„Der HERR selbst wird für euch kämpfen, wartet ihr nur ruhig ab!“ (2. Mose 14,14)

Du glaubst, Du wirst nie fertig mit dieser Wüstenzeit? Du wirst nie fertig mit Todesschatten und finsteren Tälern? Jedes Tal hat einen Anfang und ein Ende. Und selbst in Ehrenrunden bist Du nicht allein. Unser himmlischer Krisenmanager hat einen Plan. Für alle Täler, in Dunkelheit, in Todesschatten und auch gegen die Schattenwerfer. Einen Plan für Dich. Für mich. Und einen, der uns zum Besten dienen wird. Vertrauen wir ihm! Mit Ihm als Hirten können wir nur gewinnen!

Denn Jesu Zeitrechnung ist auch in Deiner Wüstenzeit nicht dieselbe wie Deine. Für Jesus sind – laut Bibel – tausend Jahre wie ein Tag. Folglich hängt er weder an Stunden noch an Wochen. Er misst Monaten und Jahren kaum diesselbe Bedeutung bei, wie Du es tun würdest. Doch auf eines legt Er Wert. Er sagt uns öfter in der Bibel, NUTZT Eure Zeit. Verschwendet sie nicht als hättet Ihr Einfluß auf Eure Lebensspanne. Wüstenzeiten – haben wir vorher gehört – sind auch mal diese elendigen Pausen im Leben, weil einem bei der Wanderung auch mal die Füße wehtun, die Blasen brauchen Zeit um zu verschwinden und zu heilen. Man ist müde und braucht einen Moment. Manchmal benutzt Gott Krankheiten oder Schicksalsschläge, um uns zur Pause zu zwingen. (Achtung, Er schickt sie nicht, aber Er nutzt sie für Sein Anliegen – Für DICH! Für Mich! Für Uns!)

Vielleicht geben wir zu oft Vollgas, übersehen zu viel oder haben die Möglichkeiten einer Wüstenzeit noch nicht voll ausgeschöpft?

Vers 5: Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Und wieder müssen wir genau lesen! Da steht nicht: „Und Du gabst mir ein Vesper in der Tüte und schicktest mich schnell weiter mit dem Nötigsten. Du hast mir geschwind die staubigen Haare mit Gel gestylt und mir meine Trinkflasche halbvoll gefüllt“

Jesus bereitet uns den Tisch im Angesicht unserer Anfeindungen. Satan steht vor der Tür und lauert…auf uns. Und was macht Jesus? Richtig, Er macht erst mal Abendbrot. Erst mal richtig gscheit essen. Beim Essen entstehen die wichtigsten Gespräche, beim Essen lernt man sich tiefer kennen, beim Essen ist man entspannt und fröhlich. Auch – und vielleicht gerade – im Angesicht dessen, was alles vor der Tür lauert. Wollen wir ohne Gottes Stärkung loslaufen? Gott ist kein Gott, der einen mit dem nötigsten Vesper auf Reisen wegschickt. Erstens kommt Er mit und zweitens will Er uns stärken. Da reicht kein bloßer Apfel, kein spärlich belegtes Brötchen, keine Caprisonne mit Röhrchen mehr. Christus selbst deckt uns den Tisch. Und wenn Gott selbst uns den Tisch deckt, dann ist der voll, verlaßt Euch drauf. Da fehlt nix mehr. Da schmeckt alles. Und da verträgt man auch alles. Da wird man satt. Er gießt uns den Becher voll! Wer will schon hungrig die letzte Etappe meistern müssen oder durstig über die letzten Steine klettern müssen, bis das Tal zu Ende und die Wüstenzeit vorbei ist? Wenn wir von diesem Tisch aufstehen, sind wir gerüstet für das letzte Kapitel der Wüstenzeit.

Du salbest mein Haupt mit Öl…

Als es in unserem Tagesausflug damals anfing abend zu werden, wurde es auch überraschend schnell dunkel. Das liegt an der Nähe zum Äquator, die dafür sorgt, dass die Sonne recht schnell am Horizont verschwindet. Wir haben zuerst die unzähligen Sterne bewundert, die uns an Abraham und Gottes Versprechen erinnerten und machten uns schließlich auf, mit sehr vielen Eindrücken nach Hause ins Hotel zu fahren. Auf der Rückfahrt war es so stockdunkel, dass unser Guide es für besser hielt, wenn ER fährt. Kaum waren wir um ein paar Hügel gefahren, sahen wir vor uns eine Gruppe anderer Touristen, ebenfalls mit Quad, die eine Panne hatten. Unser Guide hätte die Auflage gehabt, erstmal seine Gäste nach Hause zu bringen. Er fragte uns, ob es ok wäre, diesen Menschen zu helfen, das Gepäck untereinander aufzuteilen und das kaputte Quad der anderen Gruppe abzuschleppen. Wir würden weniger schnell vorankommen, aber es war keine Frage hier zuzustimmen.

In unserem Psalm heißt es, dass wir gesalbt werden.

Wir sind gesalbt zum Priesterdienst: Wir brauchen kein Accessoire dafür, keinen Extraraum für Beichte und Sündenerlass, der in vielen Kirchen nunmehr aufgrund von Corona eh geschlossen wurde, nein! Wir sind Priester Gottes und Er selbst salbt uns (alttestamentarisch) zu Priestern. Wir sollen das tun, was sein Geist uns zur Aufgabe macht: Licht sein, Wegweiser sein. Hilfestellung geben für die, die welche benötigen. Jemanden in seiner Wüstenzeit nicht allein lassen, ihn sehen, ihm helfen und ihn mit nach Hause nehmen. Vorbereitung auf das, was Gottes Willen entspricht.

Moment… in Wüstenzeiten? Hey, da bin ich ja wohl mit anderem beschäftigt, als mich gerade jetzt – nach all dem, was ich durch hab, gleich um andere kümmern zu müssen? Hallo? Wo bleibt da meine Verschnaufpause?

Neben mir steht Jesus und lächelt. Nachsichtig und vielleicht schüttelt er auch nur kurz lachend den Kopf. Er, der mich durch all den Schmerz hindurch begleitet oder auch getragen hat, erwartet von mir, dass ich mich nach der langen Wüstenzeit IHM endlich zuwende. IHM endlich ähnlicher werden will. Wüstenzeiten schulen fürs Leben. Wüstenzeiten sind nie vergebens, auch wenn sie schrecklich lange gingen und irre wehgetan haben. Aber sie bereiten uns vor. Machen uns stärker, ändern vielleicht sogar unseren Blickwinkel. Machen uns wacher für die Bedürfnisse anderer, öffnen unsere Augen und Herzen. Vielleicht lernen wir in diesen Wüstenzeiten, wer der Hirte wirklich ist: der, der es gut mit uns meint. Mit uns allen, egal wo uns eine Panne, eine Blase am Fuß, eine Müdigkeit zur Pause zwingt. Und vielleicht ist das sogar das erste Mal, das wir es so tief und auch endgültig begreifen: Jesus ist nicht nur Gott. Er ist Gott MIT UNS: und ER will UNS für sein Werk. Das auf unserem Haar ist kein Styling Gel. Es ist eine Salbung mit Seinem Geist. So wie ER, der der Gesalbte der Bibel genannt wird, so sind auch wir seine Kinder mit Seinem Geist gesalbt und befähigt worden, Menschen für Ihn zu gewinnen.

Vers 6: Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
So .. geschafft. Wir kamen aus der Wüste raus und haben bereits die Lichter der Stadt den Horizont erleuchten sehen, wußten, bald sind wir zu Hause.

So auch im letzten Vers des Psalmes Davids.
Die Dunkelheit ist vorbei, wir nähern uns dem Lichtermeer unserer „Heimat“. In Vers 6 ist die Wüstenzeit Geschichte! In Vers 6 schauen wir in den Rückspiegel und sagen im Idealfall: „und Du hast mich da durch begleitet, hier durch getragen, Danke, Vater!“ Mein Mann sagte mir neulich sinngemäß: Wenn du an Gott zweifelst, dann musst du halt mal wieder in den Rückspiegel schauen.

Mit anderen Worten: wer in den Rückspiegel schaut, kann nicht anders als Gottes Führung erkennen,
Jesu Liebe darin sehen und sich in Dankbarkeit an Seine ständige Gegenwart erinnern.

Vielleicht sagst Du: „jajaaaa, wers glaubt, Ich bin immer noch allein auf weiter Flur, habe nicht das Gefühl, dass Gott sich in meine Angelegenheiten einmischt. Dass meine Sorgen, meine Ängste und Probleme ihn irgendwie tangieren könnten. Ihn interessieren oder gar beschäftigen würden.“

Aber so wie wir in Ägypten nicht wußten, dass es noch mehr Leute gibt, die mit dem Quad durch die Wüste fuhren, so wissen wir in unseren Wüstenzeiten manchmal auch nicht, dass noch andere ebenfalls in dieser Wüste unterwegs sind. Und Hilfe brauchen. Jesus sagt ja auch nicht, dass es keine Ängste oder Probleme geben wird, dass wir einen unbeschwerten Weg vor uns haben. Er sagt: In der Welt habt ihr Angst, aber ich hab das auch geschafft, ich hab sie (die Welt mit allem Schlechten) besiegt. (Johannes 16,33)

Aber halt: da steht noch was davor in diesem Vers: „Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt.“

Frieden.

Gibt es etwas Wichtigeres als Dankbarkeit und Frieden im Herzen eines Gläubigen? Dankbarkeit und Frieden lassen uns auch seelisch ankommen im Hause des Herrn. Dort bleiben zu wollen geht nicht mit Unfrieden im Herzen oder ohne den Blick in den Rückspiegel, was Gott alles für mich getan hat, damit ich hier sein kann, wo Er ist. Immer und ewig.

Der Psalm 23 beschreibt die Wüstenzeiten des Lebens. Und er beschreibt die eine Hoffnung, die lebendig ist. Die Gewissheit auf einen Neustart ohne Tal, ohne Dunkelheit, dafür mit unendlicher Liebe und Dankbarkeit einmal unserem Schöpfer zu begegnen und mit Ihm ein ewiges Leben zu führen.

Höre in Deiner Wüstenzeit einmal genau hin, was Er sagt:

Geliebte Tochter, geliebter Sohn,
schließe Frieden mit Deiner Wüstenzeit. Sie war hart, ich weiß. Ich habe Deinen Hunger, Deinen Durst und Deine Wunden gesehen, ich habe mich um Deine Bedürfnisse gekümmert, wie kein anderer. Ich habe Deine Feinde verjagt, hatte für Dich alles aufgegeben, was ich hatte und habe selber diese menschliche Angst verspürt. Ich habe selber meine Wüstenzeit durch. Und bin für Dich gestorben,…. alles, damit Du Frieden mit Deiner Wüstenzeit schließen kannst. Ich wünsche mir das so sehr für Dich, dass Du Frieden in mir findest. Ich habe Dich für Größeres vorbereitet. Ich warte auf Dich, wandere mit Dir in Deinem Tempo durch diese Zeit. Ich kenne Dich und ich werde keinen Druck ausüben. Ich bleibe bei Dir. Bis wir die Lichter sehen, die uns sagen, dass wir bald zu Hause sind. Du musst nur Ja sagen. Alles Weitere kann ich für Dich übernehmen. Und damit der Weg nicht zu lang wird, hab ich eine Aufgabe für Dich: Bring noch ein paar Menschen mit. Sie sind gestrandet, hatten Pannen wie Du und sind froh, wenn sie einer mitnimmt. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Habe sie schließlich selbst gebaut ?
Dein Jesus.

(Predigt von Betti vom 25.07.2020 in Schorndorf, Remstal.)

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sind herzlich Willkommen,
R.

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