Das große Plus

Heute ist mir ein Geschenk zu Teil geworden,
über welches ich mich sehr gefreut habe
und welches ich gerne mit euch teilen möchte,
einfach so – ohne große Worte zu machen –
drum stelle ich diese Worte von Betti hier einfach mal ein.

… und freue mich über eure Reaktionen, eure Worte und Antworten,
welche ihr liebend gerne per Kommentar,
aber auch über das Kontaktformular verschenken könnt.

Doch los geht´s:

Das große Plus

Plus. Was bedeutet das Plus für Dich?

Fragt man einen Mathematiker, dann sagt er dir, dass Plus was mit Addition zu tun hat. Also mit „dazu tun“
Fragt man einen Arzt, sagt er dir, dass eine Diagnose positiv ist… was meistens nicht so gut ist.
Fragt man einen Aktionär, ist er zufrieden, sagt dir aber gleich, dass es nur ein kleines Plus ist und da bestimmt noch mehr geht.
Fragt man einen Hartz-IV-ler, werden seine Augen leuchten und er wird dir sagen, dass er froh wäre, wenn er das Plus mal wieder sehen würde.
Dem Fußballtrainer der verlierenden Mannschaft bedeutet ein Plus an Zeit die Chance, doch noch zu gewinnen.
Fragt man jemanden, der mehr Bonusmaterial mit sich herum trägt, so wird er dir mitteilen, dass „Plussize“ wirklich bequem ist.
Auf Ansichts-, Hochzeits- und Geburtstagsgrußkarten bedeutet das Plus eine Verbindung. Zum Beispiel: Gitte + Wolfgang + Felix + Ina. Eine familiäre oder freundschaftliche Verbindung.

Und bei Dir? Wo findest Du ein Plus in Deinem Leben?
Ein Plus an Arbeit?
Ein Plus an Wertschätzung?
Ein Plus an der Freundschaft?
Ein Plus auf dem Konto?
Ein Plus in der Diagnose?
Ein Plus mehr an Hosenstoff?
Ein Plus mehr in der Reihe der Allergene?
Ein Plus an Erholung durch extra freie Zeit?
Ein Plus an Verantwortung durch einen zusätzlichen Job?
Ein Plus an Aufgaben, die evtl durch Dinge wie die Pandemiemaßnahmen auf dich zurollten, ohne dass du einverstanden warst, man dich auch mal gefragt hätte?
Ein Plus an Zeit, endlich wieder Bücher zu lesen?

Mein Plus kommt in einigen dieser Listen vor. Manchmal wirklich positiv. Manchmal nicht so.

Ich habe ein Plus in meinem Allergiepass.
Ich habe ein Plus in meiner Kleidergröße.
Ich habe ein großes Plus auf meiner Waage.
Ich habe ein großes Plus an Verantwortung, seit ich Mutter bin (Oder Tier-Pflegemutti meiner kleinen Handaufzuchten!)
Ich habe ein Plus an Arbeit – Haus und Garten fordern ihren Tribut – aber den kann man sich einteilen  auch ein Plus!
Ich habe ein Plus auf dem Konto – es könnte größer sein.
Ich habe ein Plus an Platz … als Haus und Garten, als Hof und Grundstück.
Ich habe ein Plus an Freude, weil wir sehr viele Tiere pflegen und betreuen dürfen und jedes Einzelne ein wichtiger Baustein zu meinem glücklichen Leben ist.
Ich habe ein zufriedenes Plus in meinen sozialen Kontakten. Meine Freunde sind in der genau richtigen Anzahl um mich herum verstreut und ich bin dankbar für jeden Einzelnen von ihnen. Auch und gerade in dieser Zeit, in der wir gerade leben.
Ich habe ein Plus in meiner Familie. Alle sympathisch drauf, alle genauso richtig wie sie sind. Ich möchte keine Mitglieder davon missen.
Ich habe ein Plus, das ich persönlich als Riesenplus erleben darf: ich habe einen wunderbaren Mann und zwei lebendige, gesunde Kinder, die mir zwar öfter mal meine Grenzen zeigen, aber auch meine Fähigkeit, Liebe zu geben. Sie zeigen mir, dass ich gebraucht werde und geliebt bin. Schon hier auf Erden.

Trotz all den Plus-Zeichen in meinem Leben muss ich das positive Plus sehr oft erst suchen. Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, um die positive Plusliste gerade fertigzustellen.

Manchmal bin ich dann auch sehr verzweifelt, weil positive Dinge mir manchmal nicht so zufließen. Holschuld der Suche danach – könnte man meinen.

Und plötzlich stolpere ich über diesen Text der Bibel:

„Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich, der HERR.“ (Jeremia 29, Verse 13 und 14 a)

Der Text aus Jeremia 29 ist aus dem Alten Testament. Ein Text aus der Zeit, in der das Volk Israel in Babylonien in Kriegsgefangenschaft war. Aber wer Jesu wahres Wort für sein eigenes Leben beansprucht, der darf es IMMER beanspruchen. Auch – und gerade – wenn es aus der Babylon-Zeiten entstammt. Die Zusage des HERRN ist sicherer als jedes Amen in der Kirche.

Ist das, was das wir erleben gerade sowas wie Kriegsgefangenschaft?
Kriegsgefangenschaft. Das Volk dort, wo es nicht hingehört, das Gefühl, Gott habe sich abgewandt (was sich in Vers 10 weiter oben vermuten läßt)… Es wird ihm Freiheit und Heimholung versprochen (Verse 11-14). Aber noch ist es in Kriegsgefangenschaft. Noch muss es Regeln einhalten, die es sich nicht ausgesucht hat. Muss tun, was andere wollen, egal ob es sinnvoll ist oder nicht. Muss mit Strafe rechnen, wenn es den Forderungen dieser anderen Regierung nicht nachkommen sollte.
Kriegsgefangenschaft. Das Volk kann nicht einfach gehen und sagen – tschau, ich bin dann mal weg. Das geht nicht. Sie müssen bleiben und tun, was von ihnen verlangt wird. Und mitten drin sagt Gott: wer mich wirklich finden will, von dem werde ich mich finden lassen. Ja, Er sagt, Er wird sich erst NACH der Zeit der Gefangenschaft in Babylonien dem Volk zuwenden… aber die, die Ihn suchen, die werden Ihn schon vorher finden, WEIL sie Ihn suchen!

Alles, was in der Bibel steht, hat etwas mit uns Menschen zu tun. Damals wie heute. Wenn ich das beanspruche, kann ich diesen Text auch für mein Leben anwenden.

Es ist (m)eine Willensentscheidung, Gott zu suchen. Er drängt sich – ganz Gentleman – nicht auf.
„Wer mich von ganzem Herzen sucht, von dem werde ich mich finden lassen“, sagt unser Schöpfervater hier.

Also suche ich. Und ich finde.
Ich finde den Vater, meinen Schöpfer, meinen Liebenden, meinen Gott, meinen Herrn, meinen König, meinen Friedenstifter, meinen Berater, meinen Fürsten, meinen Prinzen, meinen Geist, meinen Tröster, meinen Retter und Freund.
Keinen „imaginären“ Freund, der nur das tut, was ich ihm zuvor hingedacht habe.
Jesus ist ein Freund, mit allen Ecken und Kanten in aller Perfektion – wie ein perfekter Freund eben sein muss. Der von Anfang an dabei ist, wenn mir etwas gelingt, wenn ich mich freue, wenn ich mich auf mein Kind freue, das ich erwarte. Sowas wissen Freunde recht schnell. Weil man nicht „dicht halten“ will. Aber Jesus ist auch ein Freund, der auch mal Widerworte gibt, der auch mal unbequem wird. Der von Anfang an dabei ist, wenn ich Mist baue und der mir das dann auch sagt. Er geht nicht weg, aber ich weiß: Er findet den Schmarrn, meine schlechten Entscheidungen, meinen Starrsinn, meine Überheblichkeit, meine Notlüge, mein liebloses Verhalten jetzt eher bescheuert. Er ist ein Freund, der anspricht, was ihm nicht passt. Aber auch einer, bei dem ich heulen kann. Weil ich wieder zuviel gesagt habe, es falsch ankam, eine Freundschaft zerbricht. Bei dem ich mich zurückziehen kann, der gesagt hat: „ich bin Dein Schutz“. Bei dem ich Frieden finden kann. Der, der mir versprochen hat, mich heimzuholen, wird es auch tun. Denn hier auf Erden hab ich nur Gastrecht – mitbestimmen, mitregieren, mitentscheiden darf ich nicht, das tun andere. Bei Gott, bei Jesus muss ich von Anfang an mitbestimmen – sonst macht Er gar nichts. Ich „muss“ ihn suchen. Ab dieser, meiner Willensentscheidung bin ich frei in Gott. Ein Kind Gottes bin ich per se… aber diesen Titel auch annehmen, ihn verifizieren, das kann nur ich selbst tun. Und das schubse ich an, indem ich Ihn suche. Von ganzem Herzen, wie es die Bibel schreibt.

Wir Christen warten auf etwas, das sich „Wiederkunft Christi“ nennt. Wir erkennen die Wahrheit Gottes in der Bibel an und berufen uns auf das, was drin steht. Und dort steht: Christus kommt wieder. „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.“ (Johannes 14, Verse 1 – 4)

Diese Gewissheit, dass Jesus kommt und uns abholt, ist mein Plus.

Ich musste es suchen, nach ihm graben, Dinge beiseite räumen, Wege zurücklegen, vor allem aber Angst überwinden und Vertrauen wagen… in all dem fand ich es…aber ich musste mir mein Plus erbeten. Und ab diesem Zeitpunkt half Jesus beim Suchen… hat von der anderen Seite mitgegraben, geholfen, die größten Dinge aus dem Weg zu räumen, mich getragen, wenn der Weg wieder zu weit war, mich ermutigt, weiterzumachen und meine Hand gehalten, wenn ich keine Kraft mehr hatte. Er hat das übrigens in meinem Tempo gemacht. Mein Tempo ist nicht Dein Tempo. Aber mein Gott ist Dein Gott. Selbst, wenn alle Kirchen geschlossen sind, wirst Du Ihn finden, wenn Du wirklich suchst. Gott braucht keine Kirchen, um Sein Werk mit Dir zu vollenden, Er braucht nur Dein JA  Suche Dein Plus an familiärer Vater-Kind-Verbindung und Du wirst ein Plus an Gewinn finden. Gewinne Dein ewiges Leben in tiefem Frieden, die Stillung Deiner tiefsten Sehnsüchte – indem Du suchst – IHN, der Einzige, der Mensch und Gott zugleich ist. Der Einzige, der Dein Leben mit Sicherheit und Frieden füllen kann.

Euch Lesern allen ein herzliches
Shalom (Friede sei mit Dir)
Eure Betti


Das der Text von Betti.
Vielleicht magst du auch etwas schreiben,
hier etwas mit-teilen und verschenken – sei herzlich eingeladen,
ganz gleich, was du zu geben hast …

Liebe Grüße und alles Liebe auch von mir,
lieben Dank an Betti für ihre Worte, Zeilen und ihre Gedanken,

Raphael.

3 Kommentare zu „Das große Plus

  1. Dankeschön, liebe(r) Luxus!

    Ich schreibe gern, verarbeite auch Vieles durch die Finger und wenn der Geist Gottes das Ganze leitet – na umso besser 🙂

    stay blessed!

    Alles Liebe Dir
    Betti

    Gefällt 1 Person

  2. Deshalb können wir lesen, um uns von den Gedanken anderer Menschen, unserer Brüder und Schwestern berühren zu lassen und nicht, um keine Schlagzeile zu verpassen. Ach, geliebter Raffa, was für ein schöner Beitrag von Betti, aus Liebe geformt – Wort für Wort, Ton für Ton – bis am Ende der Kelch überfließt und die Liebe sich in allen, mit denen der Lesende verbunden ist – bemerkbar machen wird, weil Liebe keiner halten kann – schon gar nicht für sich allein.

    Heitere Grüße
    aus lichthellen Augen

    Luxus

    PS: Danke, geliebte Betti – fürs Überfließen lassen und danke, geliebter Raffa – für die Erweiterung des Stroms. 🙂

    Gefällt 2 Personen

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